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VB Neuenkirchen-Vörden eG
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10. Pressekonferenz der Volksbanken im Kreis Vechta

 

Podiumsdiskussion mit dem ZDF-Programmdirektor Dr. Thomas Bellut

"Zehn Jahre Pressekonferenz der Volksbanken im Kreis Vechta" - ein kleines Jubiläum ließ am Freitag die Pressekonferenz wieder nach Neuenkirchen-Vörden kommen, wo 2001 die Premiere stattfand. Nach einer Rundreise durchs Kreisgebiet begann das Treffen im Kulturbahnhof Neuenkirchen-Vörden. Zentraler Programmpunkt war eine Podiumsdiskussion zum Thema "Global denken, regional wirken, lokal handeln", an deren Ende die Erkenntnis stand: international kompliziert, regional beständig und immer noch gut aufgestellt.

Arbeitsteilig hatten nach den Grußworten jedoch zunächst Gastgeber Norbert Feldkamp von der Volksbank Neuenkirchen-Vörden eG sowie Ludger Ellert für die Volksbank Vechta eG ihre Geschäftsberichte 2009 vorgelegt. Feldkamp hielt fest, dass die wirtschaftliche Erholung 2010 nur langsam an Schwung gewinne, der Konsum weiter stagniere, aber die Preise in diesem Jahr wohl weitgehend stabil blieben, während die Aktienmärkte in der Tendenz eine schwankende Entwicklung leicht nach oben vornähmen.
Hinsichtlich der Entwicklungszahlen der Genossenschaftsbanken im Landkreis hob Feldkamp besonders die Gesamtaufwendungen der sieben Volksbanken für soziale Zwecke hervor. Insgesamt 640.000 Euro wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr für Sach- und Geldspenden, Projekte, Anzeigen bei Vereinsveranstaltungen und sonstige geldwerte Leistungen eingesetzt.

Ludger Ellert stellte im Anschluss daran die wirtschaftlichen Gesamtdaten der kreiszugehörigen Volksbanken zusammenfassend dar.
Ihr Betreuungsvolumen inklusive der Wertpapiere betrug 2009 3,2 Milliarden Euro. Ein Wachstum war bei den Förderkrediten zu verzeichnen; auch das Sparbuch gewann wieder an Beliebtheit. Andererseits hielten sich die Kunden bei Investitionen an der Börse zurück.

Mit Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, Frank Westhoff, Vorstand der DZ BANK AG Frankfurt, Georg Litmathe, Verbandsdirektor Genossenschaftsverband Weser-Ems, Gert Stuke, Geschäftsführer der Deutschen Frühstücksei und Prof. Dr. Hans-Perter Mayer, Mitglied des Europaparlaments, war eine Diskussionsrunde interessant besetzt, die im zweiten Teil zu den Mikrofonen griff, moderiert von Dr. Thomas Bellut, Programmdirektor des ZDF.

Fröhlich ging kurz auf die Finanzkrise von Griechenland ein. Auch sollte nicht übersehen werden, dass sich einzelne Investmentbanken wieder so verhielten, als hätte es keine Krise gegeben. 
Westhoff erkannte zwar 2009 eine Beruhigung auf den Finanzmärkten. Bei der Lastenbewältigung lasse sich sich aber erst ein Halbzeitstand bilanzieren.

Als "unerschütterlicher Optimist" stellte Litmathe für die Region eine stabile Wirtschaftslage fest - dank der vom Mittelstand geprägten Struktur des Wirtschaftsraumes. Natürlich seien auch hier "toxische Papiere" bei den Banken vorhanden, aber nicht im existenzgefährdenden Umfang wie andererorts. 
"Gegessen werden muss immer", mit dieser Feststellung blickte Stuke auf einen Konsum im Nahrungsmittelsektor. Allerdings würden die Anbieter aus der Landwirtschaft zunehmend durch Mitbewerber von außen bedrängt, die teilweise mit ihren Produkten die deutschen Marktpreise um ein Drittel unterbieten würden.

Nochmals nach Griechenland führte ein Frage an CDU-MdEP Mayer, der dem deutschen Steuerzahler wenig Hoffnung machte, dass die Sanierung des EU-Mitglieds ohne Steuergelder möglich sei. Ferner stellte Mayer fest, dass sich Spanien, Italien und Portugal womöglich in ähnlichen Situationen befänden.

Am Schluss waren sich die Experten einig: Wer jetzt Investitionsbedarf habe, sollte sich möglichst in den nächsten Monaten Kredite sichern. Der seit etlicher Zeit auf einen Rekordtiefstand befindliche Zins würde wohl in Schritten bis zum Jahresende um etwa einen Prozentpunkt zulegen.